Mehr zum Forschungsprojekt
InFaS- Inklusionsreflexive Professionalisierung an Fachschulen und Studienseminaren
Was wir tun
Kompetenzen für den Umgang mit Diversität und Inklusion gelten als bedeutsam für die Handlungsfelder der Kindheitspädagogik, um sozialer Ungleichheit angemessen begegnen zu können und diese im Idealfall zu verringern. Das Projekt InFaS unterstützt (angehende) Lehrkräfte an Fachschulen für Sozialpädagogik und Leitungen von Studienseminaren dabei, im Rahmen einer Fortbildung selbst inklusions- und diversitätsreflexive Kompetenzen aufzubauen und ein Lehrkonzept anzuwenden, das sie in ihre jeweiligen Kontexte übertragen können. Dadurch bereiten sie angehende Erzieher*innen bzw. angehende Lehrkräfte gezielt auf inklusionsbezogene Anforderungen vor und vermitteln ihnen entsprechende Kompetenzen. Im Fokus stehen dabei Spielmaterialien und Bilderbücher, die Diversität abbilden, da diese als Lerngegenstand besonders geeignet erscheinen. Zunächst werden nach der Untersuchung der Vorbedingungen für die Durchführung von Fortbildungen solche Fortbildungen in den Bundesländern Hessen und Niedersachsen konzipiert, durchgeführt sowie Effekte des Transfers untersucht. Auf Basis der Erkenntnisse sollen Train-the-Trainer ausgebildet werden, die die Fortbildungen für Lehrkräfte und Leitungen von Studienseminaren in vier weiteren Bundesländern durchführen werden. Die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung der Effekte des Transfers fließen in die Weiterentwicklung des Fortbildungskonzeptes ein. Der gesamte Transferprozess wird durch eine Steuerungsgruppe (Transferraum) begleitet, die u.a. aus Vertreter*innen aus den beteiligten Ministerien, den Fachschulen und Studienseminaren, Fachberatungen und Akteur*innen aus Fort- und Weiterbildung sowie der Forschung besteht. Grundlage für die Entwicklung der Fortbildungen ist das evidenzbasierte Hochschullehrkonzept DivSpace sowie die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Diversitätsreflexive Spielmaterialien. Appgestützte Praxisbegleitung in Kitas“ (DiSiKit).
Teilprojektleitung:
Dr. Svenja Garbade (Universität Hildesheim)
Wissenschaftliche Mitarbeitende: Katharina Hugenberg
Studentische Mitarbeitende: Christina Bellin
Kontakt: infas@uni-hildesheim.de
Das Teilprojekt „Lehrkonzept“ befasst sich mit der Weiterentwicklung des Lehrkonzepts und dessen Transfer in die Fläche. Grundlage für das dadurch entstehende InFaS-Fortbildungskonzept ist das evidenzbasierte Hochschullehrkonzept DivSpace, das diversitätsreflexive Professionalisierung mit Spielmaterialien und Kinderbüchern ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung des Konzepts für eine erweiterte Nutzung sowie dessen überregionale Verbreitung und nachhaltige Implementierung.
Zu Beginn des Projekts werden die Vorbedingungen für den Transfer identifiziert, die im Rahmen qualitativer bundesweiter Befragungen erhoben werden. Die erweiterte Nutzung des InFaS-Fortbildungskonzepts wird durch den Einbezug didaktischer Perspektiven vorbereitet. Diese werden in der Steuerungsgruppe (Transferraum) mit Expert*innen diskutiert und überarbeitet, um einen Transfer in die Fläche unter Berücksichtigung aller Stakeholder zu ermöglichen.
Darüber hinaus ist das Teilprojekt an der Durchführung und Evaluation der Fortbildungen beteiligt. Die Erkenntnisse aus den qualitativen Interviews mit Lehrkräften und Studienseminarleitungen sowie mit Schüler*innen und Lehrkräften im Vorbereitungsdienst werden nach dem Einsatz des Konzepts in dieses eingearbeitet. Anschließend wird das Fortbildungskonzept in vier weiteren Bundesländern angeboten und so die Verbreitung in die Fläche gefördert. Darauf aufbauend wird eine Train-the-Trainer-Qualifizierung entwickelt und verbreitet, um Multiplikator*innen für das Fortbildungskonzept zu gewinnen.
Im Teilprojekt „Lehrkonzept“ werden außerdem die Projektleitung- und koordination sowie das Datenmanagement verantwortet. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Steuerung der Kommunikation mit beteiligten Akteur*innen sowie auf der Koordination der Zusammenarbeit der relevanten Stakeholder für Niedersachsen.
Teilprojektleitung:
Prof. Dr. Peter Cloos (Universität Hildesheim)
Wissenschaftliche Mitarbeitende:
Hanna Wente
Studentische Mitarbeitende:
Leon Weber und Mareike Bröcking
Kontakt: infas@uni-hildesheim.de
Das Teilprojekt „Multiplikation“ befasst sich mit der Weiterentwicklung des evidenzbasierten Lehrkonzepts DivSpace für die Fachschule basierend auf den im Teilprojekt erzielten empirischen Erkenntnissen. Darüber hinaus ist das Teilprojekt für die nachhaltige Verbreitung des entstehenden InFaS Fortbildungskonzepts in vier weitere Bundesländer über Train-the-Trainer-Qualifizierungen zuständig. Das Teilprojekt unterstützt einen gelingenden Transfer bei der Entwicklung und Umsetzung der InFaS-Fortbildungen und des Train-the-Trainer-Konzept
Zu Beginn des Projekts werden bundesweit Bedingungen untersucht, unter denen Fortbildungen zum Thema Inklusionsreflexivität erfolgreich umgesetzt und nachhaltig transferiert werden können. Hierzu wird eine quantitative Online-Befragung von Lehrkräften an Fachschulen für Sozialpädagogik durchgeführt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung des Transferkonzepts und ermöglichen eine evidenzbasierte Ausgestaltung der Transfermaßnahmen.
Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Fortbildungen in Hessen und Niedersachsen sowie den Erkenntnissen der projektbegleitenden Evaluation wird das Transferkonzept unter Einbezug der Steuerungsgruppe weiterentwickelt. Darauf aufbauend wird ein Train-the-Trainer-Konzept entwickelt und umgesetzt, mit dem Multiplikator*innen aus Fachberatungen, Fortbildungsinstituten etc. qualifiziert werden. Ziel ist es, das Lehrkonzept DivSpace über ein Transfernetzwerk nachhaltig in vier weitere Bundesländer zu verbreiten und dort die Durchführung der Fortbildungen durch qualifizierte Multiplikator*innen zu ermöglichen.
Zu den zentralen Aufgaben des Teilprojektes zählen die Konzeptionierung der quantitativen Erhebung sowie deren Durchführung und Auswertung. Die Universität Hildesheim verantwortet dabei die Erhebungen in Niedersachsen und sichert den Transfer des Lehrkonzepts in Niedersachsen sowie in zwei weitere Bundesländer.
Teilprojektleitung:
Prof. Dr. Ina Kaul (Universität Kassel)
Wissenschaftliche Mitarbeitende:
Sabrina Jost und Jessica N’Guessan
Studentische Mitarbeitende: Pia Zosel und Robin Berndt
Kontakt: infas@uni-hildesheim.de
Das Teilprojekt „Transferforschung“ nimmt Ausgangs- und Gelingensbedingungen des Transfers in den Blick und befasst sich mit der Frage, wie ein nachhaltiger und breiter Transfer zu inklusionsreflexiver Professionalisierung in Fachschulen und Studienseminaren implementiert werden kann. Das Projekt wird durch einen zentralen Transferraum (Steuerungsgruppe) von Stakeholdern der Aus- und Weiterbildung von Lehrenden an Fachschulen für Sozialpädagogik kontinuierlich begleitet.
Die qualitativ angelegte Begleitforschung erfolgt auf drei Ebenen: Zu Beginn des Projekts werden bundesweit die Vorbedingungen erforscht, unter denen Fortbildungen zum Thema Inklusionsreflexivität konzipiert, durchgeführt und in den Transfer gebracht werden (1). Die Effekte der im Projekt durchgeführten InFaS-Fortbildungen, die auf der Grundlage des weiterentwickelten Lehrkonzepts DivSpace erfolgen, werden evaluiert (2). Anschließend werden ebenso die Train-the-Trainer Fortbildungen, die der erweiterten Multiplikation des Fortbildungskonzeptes über Hessen und Niedersachsen hinaus dienen, weiter qualitativ in den Blick genommen (3).
Die gewonnenen Erkenntnisse werden fortwährend mit der Steuerungsgruppe diskutiert, im Dialog weiterentwickelt und zu einem umfassenden Transferkonzept verdichtet. Dies bildet die Basis für eine nachhaltige Verbreitung des Lehrkonzeptes, für die das Teilprojekt „Transferforschung“ mitverantwortlich ist. Das Lehrkonzept sowie die Erkenntnisse zum nachhaltigen Transfer werden der Praxis sowie der Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Die Aufgaben der Teilprojekte sind eng miteinander verknüpft: Die beschriebenen Schwerpunkte markieren die jeweiligen Verantwortlichkeiten, zentrale Prozesse wie die Fortbildungsentwicklung, die Datenerhebung und die Transfersteuerung werden jedoch gemeinschaftlich verantwortet und umgesetzt.
Aufbau
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